Immer mehr Kitas setzen in ihren Einrichtungen auf ein sogenanntes „offenes Konzept“, welches die bekannte Gruppenstruktur ersetzt. Idee soll sein, dass den Kindern so mehr Freiraum und Mitgestaltungsmöglichkeiten geboten werden. In der Praxis führt das aber dazu, dass vor allem kleine Kinder die Geborgenheit und Sicherheit in der Gruppe verlieren und schwerer eine Beziehung zu den Bezugspersonen aufbauen können. Es fehlt an Struktur im Tagesablauf und es besteht die Gefahr, dass Kinder nicht gleichmäßig gefördert werden, sondern hauptsächlich ihren bevorzugten Aktivitäten nachgehen.

Ich sage dazu: „Wir bekommen zunehmend Nachrichten von besorgten Eltern, dass diese ,offenen Konzepte‘ in den Kitas ihrer Kinder umgesetzt werden sollen. Das verwundert wenig, können die Träger damit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sie können sich den Anstrich moderner, antiautoritärer und bedürfnisorientierter Methoden geben und damit dem linken Mainstream in Behörden, Ministerien und eigenen Chefetagen gefallen. Zum anderen können damit Defizite, etwa im Personalschlüssel und der persönlichen Betreuung, kaschiert werden.

Eltern können sich jedoch gegen eine Konzeptänderung wehren. Nach § 19 des Kinderförderungsgesetzes haben die Einrichtungen Kuratorien einzurichten, in denen mindestens zwei Elternvertreter mitwirken müssen. Diese Kuratorien müssen einer Konzeptänderung zustimmen. Ich kann alle Eltern nur aufrufen, sich als Elternvertretung wählen zu lassen oder auf ihre Vertreter einzuwirken, im Kuratorium für ihre Interessen einzustehen und der Einführung eines offenen Konzeptes entgegenzuwirken!“