In Sachsen-Anhalt gibt es weiterhin eine große zweistellige Zahl sogenannter „Nichterfüller“ im Schuldienst. Dabei handelt es sich vielfach um erfahrene und engagierte Pädagogen, die häufig bereits zu DDR-Zeiten eine umfassende Ausbildung absolviert haben. Dennoch werden sie bis heute nicht als vollwertige Lehrkräfte anerkannt und trotz nachweislich vorhandener Qualifikationen niedriger eingruppiert.

Dazu erklärt Christian Mertens, AfD-Landtagsabgeordneter und Mitglied des Bildungsausschusses im Landtag von Sachsen-Anhalt:

„Angesichts des anhaltenden Lehrermangels ist diese Situation nicht länger hinnehmbar. Während an vielen Schulen Unterricht ausfällt und händeringend Personal gesucht wird, fehlt es der Landesregierung offensichtlich am politischen Willen, praktikable und individuelle Lösungen zu schaffen.

Wer jahrzehntelange Erfahrung, umfassende pädagogische Qualifikationen und die Bereitschaft zur Weiterbildung mitbringt, muss ohne künstliche Hürden und jahrelange Verfahren endlich eine vollwertige und rechtssichere Anerkennung als Lehrkraft erhalten.

Statt das Problem grundsätzlich zu lösen, wird die Verantwortung zwischen Ministerien und Behörden hin- und hergeschoben, und die ,Nichterfüller‘ werden mit langwierigen Anerkennungsverfahren allein gelassen. Die Betroffenen müssen eine Perspektive in unserem Land erhalten und eine angemessene tarifliche Eingruppierung erhalten, die ihre tatsächliche Qualifikation und Erfahrung abbildet. Bisher erhalten sie jedoch nur eine Abwertung ihrer Lebensleistung.

Sollten wir ab September Regierungsverantwortung übernehmen, werden wir hier schnell, unbürokratisch und im Sinne der Betroffenen Abhilfe schaffen.“