Während Psychotherapeuten in Sachsen-Anhalt bereits jetzt mit dramatischen Wartezeiten von bis zu 18 Monaten für Kinder und Jugendliche kämpfen, hat der Bundestag am Freitag ein weiteres Sparpaket der Bundesregierung beschlossen. Dieses sieht massive Honorarkürzungen, die Abschaffung des Mindesthonorars und eine Deckelung der Budgets für Psychotherapie vor. Experten und Betroffene warnen vor den Folgen für Sachsen-Anhalt und vor einem drohenden Kollaps der ambulanten Versorgung – besonders in ländlichen Regionen.
Gordon Köhler, zweiter stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, äußerte sich hierzu wie folgt:
„Es ist erschreckend, wie die vorgebliche Gesundheitsreform der Bundesregierung noch die letzten Pfeiler unserer gesundheitlichen Versorgung zum Einsturz bringt! Die Statistiken belegen bundesweit einen stetigen, fortschreitenden Anstieg psychischer Erkrankungen – wobei insbesondere Depressionen oder Angststörungen klar dominieren. Hier den Rotstift anzusetzen und ein ohnehin am Limit laufendes System noch weiter einzuschränken, ist vollkommen verantwortungslos und realitätsfremd! Die Folgen werden auch für Sachsen-Anhalt schmerzhaft sein.“