Die Ausweisung des Tagebaugebietes in Niemberg-Brachstedt erhitzt die Gemüter. Nach einer Begehung mit dem örtlichen Brachstetten e. V. reichte ich daher eine Kleine Anfrage an die Landesregierung ein. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass erhebliche Diskrepanzen zwischen den Bedürfnissen der Bürger und den Plänen der Landesregierung bestehen.
Natürlich besteht aus Sicht der Infrastrukturerhaltung ein erheblicher Bedarf an dem hier gewonnenen Hartgestein. Dennoch gilt es, eine sinnvolle Abwägung zu treffen. Basierend auf der aktuellen Planung der Landesregierung soll die Erweiterung durch einen sprengtechnischen Tagebau erfolgen. Vorliegende Gutachten weisen sogar ausdrücklich darauf hin, dass dies – neben diversen Einflüssen auf Nachbarschaft und Umwelt – zu fliegenden Gesteinsstücken führen kann, die geschossartig Reichweiten von bis zu 300 Metern erreichen.
Schon zum Schutz der Anwohner und auch des angrenzenden Verkehrslandeplatzes ist eine Streichung der geplanten Fläche unumgänglich. Von diesem Flugplatz aus fliegt der dort stationierte Rettungshubschrauber der DRF jährlich rund 2.000 Rettungseinsätze. Zu den angesetzten Sprengzeiten könnte er nicht ungefährdet starten oder landen.
Die halbherzigen Lösungsansätze der Landesregierung durch eine geringfügige Verkleinerung der Tagebaufläche ändern an den zuvor geschilderten Problemstellungen leider nichts.
Die AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat daher zur Drucksache 8/7191 einen Änderungsantrag zum Landesentwicklungsplan 2026 in den Landtag eingebracht.
Hierin forderten wir die Landesregierung auf, die Teilfläche Niemberg-Brachstedt aus eben dieser Planung ersatzlos zu streichen. Trotz Ablehnung bleiben wir weiterhin an dem Thema dran.